
Im Vorfeld der Prämierung verkostete eine 12-köpfige Gruppe von Weinfachleuten und Experten, die sich aus fünf verschiedenen Anbaugebieten zusammensetzte, die eingereichten Proben. Die Qualität der Erzeugnisse wurde nach dem 5-Punkteschema der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft geprüft und bewertet.
Dabei wird insbesondere der Geruch, der Geschmack und die Harmonie beurteilt. Das Ergebnis der Prüfergruppe wird in der so genannten Qualitätszahl zusammengefasst. Eine Punktezahl von mindestens 4,5 (von 5 möglichen) ergibt die Preisgruppe I (Gold), eine Punktezahl von 4 entspricht der Preisgruppe II (Silber) und 3,5 Punkte ergibt die Gruppe III (Bronze). Erhält ein Wein die erforderliche Mindestpunktzahl von 3,5 nicht, wird er von den Prüfern abgelehnt.
Neben 275 Weinen wurden von der Jury auch 19 Sekte und 9 Perlweine getestet und kritisch geprüft.
Insgesamt wurden 112 Erzeugnisse (37 Prozent) in die oberste Gruppe I mit einer Punktezahl von mindestens 4,5 (Gold) von 5 möglichen Punkten bewertet, 104 Weine (34,3 Prozent) in die Gruppe II (Silber) und 49 Weine (16,2 Prozent) in die Gruppe III (Bronze). Die Mindestpunktezahl von 3,5 erreichten 38 Weine (12,5 Prozent) nicht und somit auch nicht bewertet.
Das Gesamtergebnis spiegelt die hohe Qualität der eingereichten Produkte wieder, insbesondere wurden die 2009er Proben sehr gut bewertet, was für den hervorragenden Jahrgang spricht. Der Anteil an Rosé- und Rotweinen lag, wie im vergangen Jahr, bei 31 Prozent.
Besonders gute Leistungen eines Betriebes wurden durch die Vergabe eines Ehrenpreises ausgezeichnet. Die höchste Auszeichnung ist der Ehrenpreis des Weinbauverbandes Hessische Bergstraße, zweithöchste Auszeichnung sind die Ehrenpreise des Kreises Bergstraße und Darmstadt-Dieburg für den Bereich Groß-Umstadt. Danach folgen die Ehrenpreise der Weinbau treibenden Städte an der Bergstraße.
Als Grundlage für die Vergabe werden die glatten 5-Punkte-Weine heran gezogen.
Die Verleihung der Ehrenpreise erfolgte anlässlich der Eröffnungsweinprobe des 58. Bergsträßer Weinmarktes im Kurfürstensaal des Kurmainzer Amtshofes in Heppenheim.
Die Betriebsleiter nahmen dabei die Auszeichnung aus der Hand der amtierenden deutschen Weinkönigin Sonja Christ und der Bergsträßer Weinkönigin Annika Büchler entgegen.
Medaillen
Die Odenwälder Winzergenossenschaft Groß-Umstadt erhielt 24 Goldmedaillen, 17 Silbermedaillen und 5 Bronzemedaillen. Außerdem durfte Kellermeister Jürgen Kronenberger den Ehrenpreis des Weinbauverbandes Hessische Bergstrasse entgegennehmen.
Die Bergsträßer Winzer eG, Heppenheim freute sich über 20mal Gold, 21mal Silber und 10mal Bronze. Zudem gab es für die Bergsträßer den Ehrenpreis des Kreises Bergstraße.
Das zum Bereich Groß-Umstadt zählende Weingut Werner Edling aus Roßdorf erhielt 11mal Gold, 5mal Silber und 1mal Bronze sowie den Ehrenpreis des Kreises Darmstadt-Dieburg.
Das Weingut Heinrich Freiberger, Heppenheim wurde ausgezeichnet mit 13mal Gold und 8mal Silber sowie mit dem Ehrenpreis der Stadt Heppenheim.
Die Hessischen Staatsweingüter, Domaine Bergstraße aus Bensheim bekamen 6mal Gold, 10mal Silber und 4mal Bronze sowie den Ehrenpreis der Stadt Bensheim.
Das Weingut Simon-Bürkle aus Zwingenberg freute sich über 4mal Gold, 6mal Silber und 1mal Gold sowie über den Ehrenpreis der Stadt Zwingenberg.
Aus Groß-Umstadt mit dabei war auch das Weingut Brücke-Ohl. Es durfte 1mal Gold, 11mal Silber und 10mal Bronze entgegennehmen. Ausgezeichnet wurde es außerdem mit dem Ehrenpreis der Stadt Groß-Umstadt.
Ebenfalls im Reigen der Groß-Umstädter Weingüter vertreten war das Weingut Lohmühle. Die Nachwuchswinzer erhielten 1mal Gold, 1mal Silber und 2mal Bronze.
Prämierte Weine kamen weiterhin vom Umstädter Weinbaubetrieb Daniela Collatz. Das Weingut glänzte mit 1mal Silber und 1mal Bronze
Text und Bild Karl Johmann