
Von der Rebe in die Flasche – ein interessanter Rundgang durch die OWG Keller
(Jo) Wenn die „Odenwälder Winzergenossenschaft“ beziehungsweise „vinum autmundis“ in Groß-Umstadt zum „Tag der offenen Tür“ einlädt, dann zieht es viele Weinliebhaber magnetisch in den Riegelgartenweg 1.

Auch in diesem Jahr erwies sich der „Tag der offenen Tür“ bei „vinum autmundis“
als Publikumsmagnet. Besonders beliebt waren wieder die Kellerführungen.
Unser Bild zeigt eine der Gruppen am Ende des Rundgangs an der Flaschenabfüllanlage.
Rechts ist OWG-Aufsichtsratsvorsitzende Reinhild Kuhlmann zu sehen,
die die Besuchergruppe kenntnis-
und facettenreich durch die einzelnen Stationen geführt hatte.
Diese Veranstaltung lockt alleine schon dadurch die geneigten Liebhaber des Umstädter Weins an, weil an diesem Tag Gelegenheit zur opulenten Weinprobe besteht. Fachkundige Winzer schenken gerne die besten Tröpfchen aus und beraten zudem den Kunden und beantworten viele Fragen rund um den Wein. Als Sahnehäubchen obendrauf gewährt „vinum autmundis“ zudem noch 10 Prozent Rabatt auf alle Weine. Haben sich an der Börse schon viele hochgejubelte Aktien prozentual in katastrophale „Niedrigprozenter“ verwandelt, so freut in diesem Fall den Kunden der „Rutsch“ nach unten.
Wer nun aber noch etwas mehr über den Wein in den Flaschen wissen wollte, oder wie das überhaupt so geht, der Reifeprozess der Trauben und wie sie am Ende schließlich in einer schmucken Flasche landen, für den eigneten sich hervorragend die Kellerführungen.
Allerdings in diesem Jahr gab es eine kleine Änderung beim Probenablauf. Stets kam es an verschiedenen Edelstahltanks zu Fassproben, das war in diesem Jahr erstmals nicht so. Das Ganze hatte einen einfachen Grund, die Fässer waren schlicht und einfach leer.
Das freut Kellermeister Jürgen Kronenberger ebenso wie vinum autmundis-Geschäftsführer Oliver Schröbel. Der Wein aus der Genossenschaft wird immer beliebter und jetzt war es so, dass die Nachfrage ganz immens war.
Der Geschäftsführer führt dies natürlich auf die hervorragenden Qualitäten der Weine zurück, was sich auch auf vielen Flaschen widerspiegelt, wo eine bronzene, silberne oder gar goldene Preismünze zu sehen ist.
Mit sichtlichem Stolz erwähnte Oliver Schröbel gerne noch einmal das Ergebnis der diesjährigen Bergsträßer Weinprämierung. „Vinum autmundis“ erhielt 24 Goldmedaillen, 17 Silbermedaillen und 5 Bronzemedaillen. Außerdem durfte Kellermeister Jürgen Kronenberger den Ehrenpreis des Weinbauverbandes Hessische Bergstrasse entgegennehmen.
Allerdings, so ganz ohne Proben mussten die Rundgänger den Keller nun doch nicht verlassen. Aus der Flasche gab es für die Weinliebhaber einen trockenen Riesling Kabinett, einen Grünen Silvaner halbtrocken, einen Acolon im Barrique ausgebaut und einen Dornfelder Rotwein trocken.
Auf die momentane Reifeentwicklung in den Weinbergen angesprochen meinte der Geschäftsführer, dass man im langjährigen Mittel liege. Natürlich mache der viele Regen in letzter Zeit den Winzern etwas zu schaffen, aber viele hätten die Hoffnung auf die Rückkehr des Sonnenscheins noch nicht aufgegeben. Das sah auch Kellermeister Jürgen Kronenberger so und fügte ergänzend an, dass sein Wunschtraum für dieses Jahr ein sehr sonniger Spätsommer sei.
Musikalisch umrahmt wurden übrigens die beiden Veranstaltungstage mit der Musik von „Fun Collection“ beziehungsweise den unterhaltsamen Klängen des „Autmundis Jazztett“.
Auf dem weiteren Terminkalender der Genossenschaft steht natürlich zunächst das Winzerfest vom 17. bis 20. September und der eine Woche zuvor stattfindende Bauernmarkt mit der traditionellen großen Weinprobe in der „Heinrich-Klein-Halle“ in Groß-Umstadt.
Dann geht es am 25. September weiter mit der Eröffnung der Straußwirtschaft, am 3. Oktober wird der Federroter ausgeschenkt, am 6. November findet die Veranstaltung „Letzte Bütt“ statt und am 19. November wird zu einer kulinarischen Weinprobe eingeladen. Außerdem wird jeden Mittwoch im Oktober während der Straußwirschaft zur „After Work Party“ eingeladen, immer von 18 bis 22 Uhr.
Bild und Text: Johmann