

BU: Ausverkauft war die italienische Schlemmerreise mit Pasta und Wein bei vinum autmundis. Charmant und amüsant führte Moderator Günter Schüttler durch den lukullischen Abend. Ein Abend der mit viel Lob bedacht wurde, insbesondere wegen der herausragenden Küche des Ristorante "GioCa" und natürlich wegen der begleitenden Weine und Sekte von vinum autmundis.
(Jo) Es gibt Menschen die sehen im Sinn des Lebens die Arbeit. Zweifelsohne eine gute Charakterstärke. Aber wie sagt doch der Franzose so schön: „Wir Franzosen arbeiten, um zu leben!“. Diese Leichtigkeit des Seins ist es auch, wenn man von „Bella Italia“ spricht. Blaues Meer, lange Tische mit vielen Leuten beim Essen und angeregter Unterhaltung. Ein mediterranes Stimmengewirr, begleitet von Pasta und köstlichen Weinen.
Nun, man muss nicht gleich die Reise über die Alpen wagen, wie beim Kultfilm „Go Trabi Go“, um einmal in Pasta und Wein zu schwelgen.
„Warum denn in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah“, so ein Zitat des deutschen Dichterfürsten Goethe. Allerdings schweifte er ab und zu schon mal in die Ferne, denn er war ein ausgewiesener Liebhaber italienischer Lebensart. Sein in ein Museum verwandeltes Haus in Weimar beherbergt zahlreiche Mitbringsel seiner beiden Reisen in den Süden, wobei die erste fast zwei Jahre andauerte. Nachzulesen in Goethes „Italienische Reise“.
Nun, zum lukullischen Abend bei vinum autmundis waren natürlich ebenfalls viele Freunde Italiens gekommen, zumindest was das kulinarische betrifft. Aber zu den Kreationen aus der Küche von Giordano und Carmelo (GioCa) wurde kein Barolo, Barbera, Chianti, Nero D‘ Avola oder Montepulciano kredenzt. Man konnte sich das Blättern in der italienischen Weinfibel „Gambero Rosso“ sparen.
Angesagt waren jetzt Medaillen in Bronze, Silber oder Gold wovon die Odenwälder Winzergenossenschaft, beziehungsweise vinum autmundis reichlich vorzuweisen hat. Ebenso auch Bundesehrenpreise, die die herausragende Qualität der Weine von der „Odenwälder Weininsel“ nachhaltig manifestieren.
Nachlesen kann der Weinliebhaber diese Auszeichnungen beispielsweise im DLG Wein Guide, der jedes Jahr neu aufgelegt wird und ausführlich über deutsche Spitzenwinzer und ihre Weine informiert. Durch die italienischische Schlemmerreise führte einmal mehr als Moderator Günter Schüttler, nachdem zuvor der Geschäftsführer von vinum autmundis, Oliver Schröbel, die große Gästeschar begrüßt hatte.
Die Menüfolge startete mit einem Sepiasalat auf Kartoffel-Carpaccio. Dieser erste Leckerbissen riss den Moderator zur Aussage hin: „So schee wie auf dem Teller kann e Kartoffel gar nit sterbe!“ Fürwahr eine Aussage die auf allgemeine Zustimmung stieß. Ein Umstädter Pino brut machte die Ouvertüre zu einem ersten Aha-Erlebnis. Weiter auf der italienischen Antipasti Reise ging es mit einer Terrine alla Parmigiana, begleitet von einem Umstädter Pinot Noir Rosé trocken.
Das Roastbeef vom Hirsch an Wildkräutern war in der GioCa Küche zuvor mariniert worden und bei 100 Grad fast eine Stunde lang im Ofen zur Reife gebracht. Ein hauchzartes Gourmet Erlebnis das von einem Umstädter Dornfelder Rotwein halbtrocken genussvoll gekrönt wurde.
Die Pasta Menüfolge begann mit einer Crêpes mit Ricotta und Spinat auf Steinpilz Créme. Wozu ein Umstädter Stachelberg Weißer Burgunder Kabinett trocken ins Glas kam.
Nudelsäckchen gefüllt mit Wildschwein und Preiselbeeren auf Pflaumen-Portwein Sauce brachten danach die netten Damen der vinum autmundis Service Truppe zu den hübsch gestalteten Tischen. Schüttler erläuterte fachkundig, dass auf mehrere Nudelplatten das Wildschwein aufgebracht wird, anschließend zu einem kleinen Säckchen gebunden wird und durch eine Pflaumen-Portwein-Sauce einen ganz besonderen Pfiff erhält. Gleich zwei Weine kredenzte man zu dieser köstlichen Kreation. Eine Umstädter Sauvignon Blanc Auslese trocken und einen Umstädter Dornfelder Rotwein trocken.
Zum Sauvignon Blanc fügte der Moderator ergänzend an, dass dieser Weißwein international einen sehr guten Ruf genießt. Insbesondere in Frankreich werde diese Rebe vermehrt angebaut, aber oftmals käme er dort als Cuvée in die Flasche. Also als ein Verschnitt mehrerer Rebsorten. Bei vinum autmundis aber könne der Weinliebhaber den Sauvignon Blanc als sortenreinen Wein genießen.
Erstmals hatte sich vinum autmundis in diesem Jahr entschlossen die „Spaghetti alla Carmelo“ nicht als Abschluss anzubieten. Vielmehr entschied man sich auf Anregung des vinum autmundis Geschäftsführers eine süße Nachspeise zu servieren. Ein italienisches Küchlein im Duett mit einer Eiskugel war ein Abschluss, der an allen Tischen auf einhellige Zustimmung stieß. Die Gäste durften zudem diese genussreiche Kreation mit einer Riesling Auslese mild genießen, die einmal mehr aufzeigte, dass Kellermeister Jürgen Kronenberger nicht umsonst für seine Weine immer wieder mit zahlreichen Medaillen bedacht wird.
Übrigens schon jetzt sollten sich die Gourmets den 13. März im Kalender rot anstreichen, denn dann wird bei vinum autmundis wieder zu „Meeresfrüchte & Wein“ eingeladen.
Text und Bild Karl Johmann